Projektbeschreibung

English

Religiöse Vorstellungen haben die Kulturen sehr beeinflusst – und auch für viele sich als nicht-religiös empfindende Menschen haben Engelfiguren in ihrer Bildung, in ihrer Sprache und ihrer alltäglichen Vorstellungswelt einen Platz. Insbesondere auch die darstellende und bildende Kunst, die Literatur und Musik haben sich des Themas „Engel“ immer wieder angenommen und das Thema „Sprache der Engel“ und „Übermittlung von Botschaften“ bearbeitet.

Das partizipative Kunstprojekt „Sprache der Engel. Gesten als Mittler zwischen den Kulturen“ möchte Verbindungen zwischen diesen Vorstellungswelten finden und dabei an die Erfahrung von ähnlichen thematisch orientierten Projekten partizipativer Kunst und ästhetischer Bildung anknüpfen.

Das Mikroprojekt 2021/22 fokussiert sich auf bildliche Darstellungen, Fotos von Engelfiguren und anderen Botenfiguren, deren Gesten eine lesbare Bedeutung haben, und auf ihre Übersetzung in andere Darstellungsformen.

Drei Einladungen werden ausgesprochen: Zwei davon stellen das Foto der Gesten von Engeln und der Fotografierenden in den Mittelpunkt; die dritte fordert auf zum Tanz und will die Gesten in Bewegung umsetzen. Den Eingeladenen werden durch Kunstbeispiele Impulse für ihre Gestaltungen gegeben und Vorschläge für die Umsetzung eigener Ideen gemacht. Beteiligte Künstler*innen tragen eigene thematische Ansätze bei und geben Impulse für ästhetische Formfindungen.

Die Einladungen richten sich auch insbesondere an Menschen, für die Gesten eine sehr spezielle Rolle in der Kommunikation spielen, etwa Gehörlose und Gebärdendolmetscher*innen. Die Ergebnisse der Workshop-Arbeit werden in Chemnitz in geeigneten Räumen, teils in Räumen der Religionsgemeinschaften, teils ggf. in Räumen von Projektunterstützenden (Schulen, Hochschulen, Vereinen, Stiftungen) in Form von Präsentationen und Events gezeigt. Dabei werden auch die beteiligten Künstler*innen ihre persönlichen thematischen und formalen Bearbeitungen präsentieren.